Fuller, John F. C.: Die Entscheidungsschlachten der westlichen Welt

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Viele Jahrhunderte hindurch entschied sich das Schicksal von Staaten, Völkern, ja ganzen Kontinenten auf den Schlachtfeldern. Bis in die Gegenwart gilt die militärische Konfrontation als legitimer Weg der Konfliktlösung, und militärische Entscheidungen waren es, die in der Geschichte immer wieder schicksalhafte Wendungen mit weitreichenden Folgen herbeiführten. Ob bei Salamis oder im Teutoburger Wald, in der Ungarnschlacht auf dem Lechfeld oder bei Sedan: Stets wurde auf dem Schlachtfeld ›Geschichte gemacht‹. Die Folgen sind teilweise bis in unsere Gegenwart spürbar.

John Frederick Charles Fuller (1878–1966) gilt als einer der großen und anerkannten Militärhistoriker des 20. Jahrhunderts. In seinem im Jahre 1954 erschienenen dreibändigen Hauptwerk The Decisive Battles of the Western World zeichnete er die Entscheidungsschlachten der Weltgeschichte nach. Das Werk liegt hiermit erstmals – in leicht gekürzter Fassung – in deutscher Übersetzung vor. Es ist für jeden historisch Interessierten eine Fundgrube. Denn der Militärhistoriker Fuller beschreibt nicht nur den Anlaß, Ablauf und Folgen der bedeutsamen militärischen Begegnungen von der Antike bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, sondern stellt die einzelnen Schlachten jeweils in einen größeren historischen Zusammenhang, schildert ihren Hintergrund und zeichnet ein plastisches Panorama der Epoche. Er fragt neben den waffentechnischen, auch nach den geistigen und gesellschaftlichen Ursachen der Siege und Niederlagen. Besonderes Augemerk widmet Fuller militärischen Entscheidungsfaktoren wie Bewaffnung, Logistik und Taktik der Kriegsparteien. Hier kommt ihm nicht nur sein bestechendes Fachwissen, sondern auch die eigene jahrzehntelange Praxis als Soldat zustatten. Immer wieder begegnen in den Konfliktszenarien der Geschichte spezifische Momente militärischer Überlegenheit, denen der erfahrene Militär sein Aufmerksamkeit schenkt: neue Waffen, überlegene Organisation, bessere Motivation. Fuller skizziert die Chronik des militärischen Fortschritts durch drei Jahrtausende der Kriegsgeschichte.

Die Darstellung bedeutender Schlachten war in früheren Jahrhunderten ein beliebtes Motiv der bildenden Künste. Oftmals folgten die Maler den Soldaten auf dem Fuße, wovon noch heute berühmte Kolossalgemälde, Seestücke und Gefechtsskizzen Zeugnis ablegen. Viele dieser Abbildungen beleben das vorliegende Werk und illustrieren die Chronik der Ereignisse. Zahlreiche Detailskizzen, die den jeweils geschilderten Schlachtenverlauf verdeutlichen, ergänzen das Bild. Der Bundeswehrgeneral und frühere Leiter der NATO-Akademie in Rom Dr. Franz Uhler-Wettler würdigt in seinem Vorwort den Autor und hebt seine Bedeutung als Taktiker wie als Militärhistoriker hervor. Der deutsche Leser erhält dadurch wertvolle Hintergrundinformationen über einen der renommiertesten Militärwissenschaftler des 20. Jahrhunderts.